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Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri und Pauli zu Bergedorf

Gemeinde-Partnerschaft Mbigili

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GEMEINDE- PARTNERSCHAFT

der St. PETRI u. PAULI–GEMEINDE, BERGEDORF mit der Gemeinde MBIGILI in der KONDE – DIÖZESE, TANSANIA

Die Evang.-Luth. Konde-Diözese (KOD), zu der unsere Gemeinde seit 1975 eine Partnerschaft pflegt, ist eine in den letzten 35 Jahren schnell gewachsene Kirche im Südwesten des ostafrikanischen Landes Tanzania in der noch relativ unterentwickelten Region Mbeya. Sie liegt in der wunderschönen bergigen Gegend vulkaniden Ursprungs nördlich des Nyassa-Sees im „Ostafrikanischen Grabenbruch“ und ist etwa so groß wie Schleswig-Holstein.

Gemeindepartnerschaft Mbigili

Die KOD ist seit 1970 von 10 Gemeinden mit etwa 10 000 Christen auf 60 Gemeinden mit etwa 70.000 Christen gewachsen. (In derselben Zeit hat sich die Anzahl der Bergedorfer Gemeindeglieder halbiert).

Sie unterhält trotz ihrer Armut mehrere diakonische und missionarische Einrichtungen wie Schulen, Hospitäler, Entwicklungsprojekte, Seminare und Ausbildungsstätten und ist dadurch auch ein Segen für das Land und seine Bewohner.

Unsere Partnerschaft äußert sich in gegenseitigen Besuchen, im Mitteilen von Freuden und Sorgen, Plänen und Hoffnungen und im Denken und Beten füreinander. Als die finanziell und materiell reichere Seite haben wir der KOD und ihren Gemeinden und Einrichtungen schon viele Hilfen in Form von Spenden und Hilfsmittellieferungen per Post oder in Containern zukommen lassen, wenn möglich als Hilfen zur Selbsthilfe. Wir sind froh, dass diese Hilfen große Dankbarkeit hervorriefen und fast immer mit Erfolg dafür eingesetzt wurden, wofür sie erbeten waren. Auch wir erfahren eine große Bereicherung, da durch diese konkreten Hilfen die weltweite Verbundenheit und Verantwortung aller Christen für uns greifbarer ist und gleichzeitig der wirtschaftspolitischen Globalisierung der Welt eine menschlich- christliche Globalisierung entgegengesetzt wird.

Im September 2007 hat eine kleine Gruppe unserer Gemeinde für drei Wochen die KOD besucht. Während dieser Reise haben wir mit der Gemeinde Mbigili eine Gemeinde-Partnerschaft beschlossen, um uns zukünftig nur noch auf eine Gemeinde zu konzentrieren.

Zum Zeichen unserer Zusammengehörigkeit feiern wir seitdem in jedem Jahr am 15. Sonntag nach Trinitatis in Mbigili und Bergedorf einen Partnerschaftsgottesdienst. Es wird über den gleichen Text gepredigt und für die Gemeinden gebetet.

Gemeindepartnerschaft Mbigili
Die Kirche von Mbigili. Durch die Glasfront kann man weit ins Tal blicken.

Im Spätsommer 2009 erfolgte wieder ein Besuch von sieben Bergedorfern in Mbigili, diesmal schon fast ein „nach Hause kommen“. Die Reiseteilnehmer konnten sich über sichtbare Fortschritte und gelungene Investitionen der Spendengelder freuen. Aber ganz wichtig waren allen die persönlichen Begegnungen mit den inzwischen schon vertrauten Menschen. Nur so kann eine Partnerschaft mit Leben erfüllt werden!

Im September 2010 hat die Gemeinde St. Petri & Pauli zwei junge Frauen und sechs Männer aus Mbigili zu einem dreiwöchigen Gegenbesuch in Bergedorf empfangen. Wir haben viel miteinander erlebt.

Über die Reisen und den Gegenbesuch wurden von geschulten Filmemachern gute Videofilme hergestellt, die wir gerne verleihen.

Wenn Sie mehr über die Partnerschaft wissen wollen oder sich sogar aktiv an der Partnerschaftsarbeit beteiligen wollen, wenden Sie sich bitte an:

Pastor Andreas Baldenius, Tel. 721 56 39, Email: über das Kontaktformular

oder:
Pastor em. Helmut Hoffmann, Tel.721 69 82,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Es folgen Projekte in Mbigili, die von unserer Gemeinde unterstützt werden:

 

Mbigili - Dispensary

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Dispensary: Die Krankenstation ist vor ca. 40 Jahren gebaut worden und hat durchschnittlich täglich 30 ambulante Patienten. 12 Betten für stationäre Behandlungen sind vorhanden. Alle möglichen Krankheiten und Wunden können dort behandelt werden, und Frauen können entbinden. Die Patienten kommen auch aus der Umgebung. Schwere Erkrankungen und Operationen werden im 25 km entfernten kirchlichen Hospital Itete behandelt.

In Mbigili tun ein „Medical Assistant“ und eine Krankenschwester / Hebamme ihren Dienst. Die Räume sind schon mit Wasserleitungen und Waschbecken ausgerüstet, aber es fließt noch kein Wasser. Im November 2008 konnte mit finanzieller Hilfe unserer Gemeinde die Stromversorgung sichergestellt werden, bis dato musste nachts bei Kerzenschein gearbeitet werden. Die Dispensary hat auch einen weit über Mbigili hinausgehenden guten Ruf.

Die Gemeinde plant, die Krankenstation zu einem „Gesundheitszentrum“ zu erweitern – der Platz dafür ist vorhanden. Jetzt bekommt die Krankenstation auch Wasseranschluss.

 

Partnergemeinde Mbigili
Die Krankenstation von Mbigili

 

Mbigili - Schulen

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Im Gebiet der Gemeinde gibt es sechs Grundschulen. Eine weiterführende Schule war in näherer Umgebung nicht vorhanden. Da viele Schüler die siebenjährige Grundschule gut abschließen und nur ganz wenige Eltern die Kosten für ein Internat aufbringen können, hat man 2006 angefangen, eine Sekundarschule aufzubauen. Inzwischen lernen dort mehr als 200 Schüler. Erweiterungsbauten und Innenausstattungen sind noch erforderlich und geplant. Und es zeigt sich, dass wir wohl auch noch beim Bau von Lehrerhäusern helfen sollten, weil sich sonst nicht genügend Lehrer in diese abgelegene Gegend bewerben.

Partnergemeinde Mbigili
Schüler in der Sekundarschule

Partnergemeinde Mbigili
Schüler von einer der Grundschulen

 

Mbigili - Hostel

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Viele Schüler haben einen über 10 km  weiten und mühseligen Schulweg. Die neue Brücke hilft ihnen sehr, dennoch gibt es insbesondere für die Mädchen Gefahren anderer Art. Zu ihrem Schutz wird derzeit ein Hostel für die Schülerinnen gebaut, so dass sie während der Woche dort leben  und die freie Zeit zum Lernen nutzen können.

Die Grundsteinlegung fand während des Gemeindebesuches statt. Die Unterkunft für 24 Schülerinnen ist inzwischen fertiggestellt und fast eingerichtet. Ein zweiter Bauabschnitt für weitere 24 Schülerinnen ist geplant.
Auch für die Jungen ist in näherer Zukunft eine solches Hostel geplant.

Partnergemeinde Mbigili
Grundsteinlegung Oktober 2009

 

Mbigili - Brücke

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Wichtige Verbindung zwischen dem Bergdorf Kigulu und der übrigen Gemeinde Mbigili:

Gemeindepartnerschaft Mbigili - Brücke
Alte schwankende, gefährliche, schnell verrottende Bambus-Brücke

Die tief im Tal über dem reißenden Fluss Lufilyo ursprünglich aus Bambus gebaute Brücke – ein schwankender Steg ohne Geländer- ist die einzige Verbindung zwischen Mbigili und Kikulu.

Durch die neue stabile  Brücke ist die Überquerung sehr viel leichter und gefahrloser geworden, was die Bewohner dort dankbar angenommen haben.

Partnergemeinde Mbigili
Neue Brücke (mit Stahlseilen gesichert)

 

Mbigili - Getreidemühle

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Um für die Gemeinde kleine Einnahmen zu erwirtschaften, wurde durch Spendengelder eine elektrische Getreidemühle gekauft, die sich auch zum Segen für viele umliegende Dörfer entwickelt hat. Vorher gab es eine kraftstoffbetriebene, die aufgrund hoher Benzinkosten vor längerer Zeit stillgelegt werden musste.

Diese Anschaffung war erst nach dem Anschluss an die Stromversorgung möglich. Die Mühle ist seit August 2009 in Betrieb. Vorher musste jeder sein Korn in einer mindestens 5 km entfernten Mühle mahlen lassen (Fußweg!).

Partnergemeinde Mbigili

Von dem Erlös werden der Müller und die Stromkosten einschließlich die des Pastorates bezahlt. Außerdem können winzige Rücklagen für Reparaturen gebildet werden.
Kleiner Hinweis: ein Eimer Mais reicht einer Familie für ca. fünf Tage.

 

Mbigili - Kindergarten

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Der Kindergarten wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, die Kinder auf die Grundschule vorzubereiten und wurde gern angenommen, da gute Erfolge erreicht werden konnten.

Partnergemeinde Mbigili

Da es mehr und mehr Kinder geworden sind, reicht das bisherige Provisorium nicht mehr aus. Es ist ein Neubau mit zwei Räumen geplant, der dem Bedarf der Kinder gerechter werden kann.

 

Mbigili - Wasser und Elektrizität

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Da es nach wie vor noch keinen Wasseranschluss im Dorf gibt, sondern jeder Eimer mühsam von einer Quelle geholt werden muss, wird sehr sparsam mit diesem Gut umgegangen.

Gerade für die Krankenstation ist das ein unhaltbarer Zustand, daher ist die Wasserversorgung das vorrangig nächste Projekt. Das Material für die Leitungen ist teilweise schon vorhanden.

Partnergemeinde Mbigili


Die Dorfbewohner wollen diese Arbeiten überwiegend selbst ausführen, dennoch ist technische Planung und Überwachung nötig. Glücklicherweise hat die Regierung versprochen, das zu übernehmen, sodass die Gemeinde nur die innerhäuslichen Installationen leisten muss.

Glücklicherweise gibt es inzwischen Stromanschluss für die Grundschule, die Dispensary und das Pastorat - eine große Erleichterung, denn abends gegen 18:30 Uhr wird es dunkel!

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