Als wir vor einigen Jahren viele
Bergedorfer danach befragt haben, wer
denn „das Gesicht von St. Petri und
Pauli“ sei, da hatte einer die Nase weit
vorn vor allen anderen: Georg Liedtke.
Seit über 27 Jahren ist er Diakon in, von und für St. Petri und Pauli in Bergedorf. Dass Georg Liedtke bei vielen Menschen so bekannt ist, hat sicher damit zu tun, dass er schon so lange dabei ist und viele Wechsel auf allen anderen Stellen, auch bei den Pastoren, „überlebt“ hat.
Vor allem ist es aber ein Hinweis darauf,
dass er in seiner Arbeit ein wirklich
großes Netz an Beziehungen geknüpft
hat. Menschen zusammenzubringen,
war ihm immer ein zentrales Anliegen,
Kontakte aufzubauen und zu halten,
seine große Begabung. Dabei hatte
Georg Liedtke immer auch die im Blick,
die (noch) nicht zum engeren Kern der
Kirchengemeinde gehörten.
Man konnte sich beim Martinsmarkt engagieren, auch wenn man nicht zu den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern gehörte. Wer auf die Familien-Ski- Reise mitfahren wollte, musste sich nicht schon an anderer Stelle in der Gemeinde engagiert haben. Wer mitwandern wollte, wurde nicht nach seiner Kirchenmitgliedschaft gefragt. Doch gerade so hat unser Diakon doch vielen Menschen eine Tür geöffnet für „mehr“ Glauben, mehr Gemeinde, mehr Beteiligung. Offenheit und unpathetisches Reden waren stets ein Markenzeichen von ihm. Nicht, dass er nicht auf seine Art fromm wäre. Aber er hat den Anderen stets den Raum gelassen, den sie brauchten. Da wurde niemand vereinnahmt.
Es ist nicht leicht, Georg Liedtkes
Arbeit in St. Petri und Pauli in all
den vergangenen Jahre angemessen
zu würdigen. Davon wird ja auch
noch bei seiner Verabschiedung am
Palmsonntag, 1. April 2012, die Rede
sein. Ein paar Eckpfeiler sollen aber
doch eingeschlagen werden:
Als Georg Liedtke im Alter von 38
Jahren seinen Dienst in St. Petri und
Pauli angetreten hat, wurde er von
vielen noch als ein junger Mann
wahrgenommen. Im Laufe der Jahre
ist er dann zum „ollen Diakon“ gereift:
So jedenfalls hat er sich selber in den
letzten Jahren immer öfter genannt.
Angefangen hat Georg Liedtke als „schräger Vogel“ mit schwarzem Vollbart und manch neuer Idee in einem von vielen Traditionen geprägten Umfeld. Zuletzt stand er wie kein anderer Mitarbeiter für die Kontinuität in der Gemeinde. Er war ja auch schon seit längerer Zeit der Einzige, der als Hauptamtlicher einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren überblicken konnte. Angefangen hat er als Jugendmitarbeiter. Zuletzt stand die Arbeit mit den Senioren unserer Gemeinde im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. In den Jahren seiner Arbeit ist er immer in Bewegung gewesen und hat viel in Bewegung gesetzt.
Für alles, was war, wollen wir Georg Liedtke bei seinem Abschied herzlich danken. Dazu laden wir die Gemeinde herzlich ein:
Gottesdienst mit Verabschiedung von Georg Liedtke (und das ist kein Aprilscherz) am Palmsonntag, 1. April 2012, 10 Uhr in St. Petri und Pauli anschließend Empfang im Petri-Saal.
Gute Worte, kleine Anspiele und schöne Musik aus der Gemeinde sind auf dem Empfang willkommen. Wer einen Beitrag plant, setze sich bitte bis zum 20.3. mit Kirsten Helm (Tel. 721 44 60) oder Pastor Deutschmann (Tel. 73 09 23 56) in Verbindung!
Stefan Deutschmann und Andreas Baldenius





