In diesem Jahr feiern die Juden vom 21.
bis 28. Dezember ihr CHANUKKA.
CHANUKKA ist ein achttägiges Tempelweihfest,
das an den erfolgreichen
Aufstand der Makkabäer gegen die
Fremdherrschaft der Hellenisten aus
Syrien und an die Wiedereinweihung
des Tempels in Jerusalem 165 v. Chr.
erinnert (Chanukka = Einweihung).
Es ist überliefert, dass man in dem von den Hellenisten geschändeten Tempel einen einzigen, unversehrten Ölkrug fand. Sein Inhalt reichte normalerweise als Brennstoff für den siebenarmigen Tempelleuchter nur einen Tag lang. Aber durch ein Wunder soll diese Menge für acht Tage genügt haben, so dass inzwischen neues, reines Öl hergestellt werden konnte. Auf dieses Ereignis geht der achtarmige Chanukkaleuchter zurück, der auch an Fenstern und Türen als Bekenntnis zum Judentum aufgestellt wird.
Nach Einbruch der Dunkelheit werden in der Synagoge und zu Hause Kerzen angezündet: Am ersten Tag ein Licht, am zweiten Tag zwei Lichter, bis dann am achten Tag alle Lichter brennen. Zu dieser Zeremonie gehören bestimmte Segenssprüche.
Solange die Kerzen brennen (mindestens 30 Minuten), soll jegliche Arbeit unterbleiben. Sonst aber darf während des Chanukkafestes gearbeitet werden, da es kein biblisches Fest ist. In Mittel- und Westeuropa hat die zeitliche Nähe zu Weihnachten dazu geführt, dass CHANUKKA zu einem Familienfest mit Bescherung geworden ist.
Eberhard Witte





